GPS

Ein GPS, oder Global Positioning System, ist ein modernes Hilfsmittel, mit dem man seine Position auf der Erde bestimmen kann. Wie funktioniert ein GPS? Zunächst war es nur eine Anwendung, die für militärische Zwecke - etwa um eine explodierende Atombombe orten zu können, entwickelt wurde. Seit gut fünfzehn Jahren steht GPS Technologie mit all ihren Funktionsmöglichkeiten auch für die zivile Nutzung zur Verfügung. Aufgrund von Radiosignalen, die von verschiedenen Satelliten ausgesendet werden, ermittel das GPS aktuelle Positionen und exakte Uhrzeiten. Um eine Positions- und Zeitbestimmung vornehmen zu können, braucht ein GPS-Empfänger in der Regel die Signale von mindestens vier Satelliten.

Neben Zeit und Position können GPS-Geräte heute auch die Geschwindigkeit bestimmen. Auch eine Kompassfunktion, die wichtig ist, wenn es um die Positionsbestimmung auf elektronischen Karten geht, ist vorhanden. Um die benötigten vier Satelliten für einen voll funktionierenden GPS-Empfang Tag und Nacht gewährleisten zu können, sind vierundzwanzig Satelliten rund um die Erde im Einsatz. Tatsächlich sind jedoch 31 Satelliten im Dienst des GPS, um eventuellen Ausfällen vorzubeugen. Neben den militärischen und zivilen Orts- und Zeitbestimmungsaufgaben, dient das GPS-System auch dazu, um, aufgrund der erhobenen Messwerte, ein weltweit einheitliches Zeitsystem zu errechnen.

Die Idee des satellitenbasierten GPS-Systems ist nicht neu. Doch lagen zwischen den ersten Theorien und der praktischen Durchführung mehr als fünfzig Jahre. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg hatte der deutsche Ingenieur Karl Hans Janke ein Patent für einen Standortanzeiger beim Berliner Patenamt angemeldet. Mittels dieses Gerätes sollten über zwei Sender (Satelliten) elektromagnetische Wellen ausgestrahlt werden. Diese sollten dann mittels Vektoren auf einem Bildschirm veranschaulicht werden. Mit einer entsprechenden Kartenabdeckung konnte so auch eine Lokalisierung der Sendeobjekte vorgenommen werden.