Digitale Karten und mobiles Internet

Die stetig wachsende Nutzung von Handys für Suchen im Internet wird der Bedeutung von kartographischen Applikationen aller Vorraussicht nach eine weitere Dimension verleihen. Schliesslich kann der Handy Nutzer nicht nur seine eigene Position samt passender Karte abrufen sondern auch die Positionen von Produkten in seiner direkten Umgebung.

Wünscht er sich zum Beispiel im Zukunft spontan ein hübsches Khujo Design, so liefert eine entsprechend optimierte Suche alle direkten Umgebung befindlichen Modegeschäfte. Braucht er einen Mietwagen, kann er sich das passende Modell von einem in der Nähe liegenden Anbieter bis zu seinem Standort bringen lassen. Sitzt er im Stadtpark und hat Lust auf einen Pizza, so kann er sich diese auch bis zu seiner Parkbank kommen lassen, denn seine Position ist dem Pizza Service ein paar Blocks weiter ja bereits übermittelt worden. Muss er dringend originelle Umstandsmoden und eine dazu passsende Taufkerze verschenken, so findet der Geo-Suchservice seines Smartphones für ihn in wenigen Sekunden die einzig passenden Geschäfte weit und breit.

Dass die digitale Kartographie das Werbegeschäft im mobilen Internet revolutionieren wird, haben alle wichtigen Player bereits verstanden. Die Zahl von Internetsuchen über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets nahm in den vergangenen zwei Jahren um 500% zu, und bereits gegen Ende 2010 soll der Preis für Anzeigen auf Handy-Ergebnisseiten den von Anzeigen auf gewöhnlichen Ergebnislisten überholen. Die Mobilität der künftigen Masse von Internetnutzern erfordert neue, auf eben diese Beweglichkeit eingestellte Werbestrategien. Nicht ganz zufällig bringen daher Suchmaschinenbetreiber wie Google eigene Smartphones auf den Markt, und nicht ohne Grund bemühen sich Smartphonemarktführer wie Apple konzentriert um kartographische Extras für ihre Geräte.